Edda JachensGeboren 1960 in Bremen. Sie lebt und arbeitet in Stuttgart. Edda Jachens, deren konkrete Formensprache sich über einen langen Zeitraum bis hin zu den jüngsten Arbeiten auf Papier entwickelt hat, benutzte stets das Phänomen von transparent- milchig erscheinendem Paraffin um ihre konkrete Malerei wie hinter einem Schleier dem direktem Blick zu entziehen. Bei den jüngsten Papierarbeiten erlaubt sie sich selbst und ihrem Werk eine ungewöhnliche Freiheit, indem Papier, Farbe und Wachs zu einer Einheit auf einer Ebene verschmelzen.
Born 1960 in Bremen. Lives and works in Stuttgart. Edda Jachens, whose concrete language of form has developed over time and now includes her most recent works on paper, has always used the transparent-milky appearance of paraffin to hide, as if behind a veil, her concrete painting from the viewer. In her most recent works on paper an unusual freedom arises where the heavy hand-made paper, paint and paraffine melt together on one level.
Im Atelier
Kreise weiß, 040110, Acryl und Paraffin auf Büttenpapier (blau), 68 x 47 cm, 2010
STIPENDIEN
Einzelausstellungen (Auswahl)
KREISE 100909, Acryl und Paraffin auf Leinwand auf Holz, 100 x 100 cm, 2009
KREISE 160710, Graphit, Farbstift, Paraffin auf Bütten, 38 x 28 cm, 2010
KREISE 060910, Acryl, Farbstift, Paraffin auf Bütten, 68 x 47 cm, 2010
„In der maximalen Reduktion habe ich immer meine Stärke erfahren können“, sagt Edda Jachens, die achtsam geometrische Strukturen auf Leinwände malt, ehe sie diese mit mehreren Schichten von flüssigem Paraffin übergießt. Die Verwendung von Wachs beruht auf dem originären Gedanken, den darunter liegenden Formen, Farben und Konturen die Schärfe zu entziehen, sie zu transformieren und dadurch durchlässiger zu gestalten. Das Wachs verunklart die Wahrnehmung und bewirkt damit genau das Gegenteil: der Blick wird geschärft für das, was dahinter liegt. Das entspricht exakt der Intention der Künstlerin, die sich nicht für das Vordergründige interessiert, sondern für das „Geistige in der Kunst“. Folglich wird auch dem Betrachter ein entschleunigter Blick und erhöhte Aufmerksamkeit abverlangt, um eine „Berührung der menschlichen Seele“ zu erreichen, wie Wassily Kandinsky das einst formulierte. Die jüngeren Arbeiten der Künstlerin zeichnen sich durch ein freies Spiel der Formen und die Verwendung von Büttenpapier als Trägermaterial aus [...] Edda Jachens versteht es, das Konstruktive der Konzeption und das Konkrete des Materials in äußerst poetischer Weise zu verschränken. Durch den Kunstgriff der Paraffin-Lasur kommt sie zu Bildfindungen von hoher ästhetischer und meditativer Wirkung. Gerade damit scheint Edda Jachens der Konkreten Kunst neue Dimensionen erschlossen zu haben. Gerda Ridler
“Maximum reduction has always brought out my strengths”, says Edda Jachens, who paints geometric structures on canvases with meticulous care before she pours numerous layers of liquid paraffin onto them. The use of wax is based on an original idea: removing the harshness of the underlying forms, colours and contours, and transforming and rendering them in a more transparent manner. The wax clouds the viewer’s perception and creates the exact opposite effect: the eye is sharpened to see what is beneath the surface. That is exactly the artist’s intention – it is not the superficial but the “spiritual in art” which interests her. She requires of her viewers a slow, deliberate seeing and heightened attentiveness – the result is a “vibration of the human soul”, as Wassily Kandinsky once expressed it. The artist’s more recent works are characterised by a greater freedom of form and the use of handmade paper as the underlying material [...] Edda Jachens is able to intertwine her constructive concepts and the concrete elements of the material in an exceptionally poetic manner. Her clever use of paraffin glazes result in a quest for images that have a highly aesthetic and meditative effect. With these works Edda Jachens has opened up a new dimension in Concrete Art. Gerda Ridler
Ausstellungsansicht I in der Galerie Renate Bender 2011
Ausstellungsansicht II in der Galerie Renate Bender 2011
Ausstellungsansicht III in der Galerie Renate Bender
Ausstellungsansicht IV in der Galerie Renate Bender
![]() Kreuzungen Rot, Acryl und Paraffin auf Tafel, 54 x 46 x 1,5 cm, 2007
![]() Kreuzungen Rot, Acryl und Paraffin auf Tafel, 54 x 46 x 1,5 cm, 2007
![]() Kreuzungen Blau, Acryl und Paraffin auf Tafel, 54 x 46 x 1,5 cm, 2007
![]() Kreuzungen Blau, Acryl und Paraffin auf Tafel, 54 x 46 x 1,5 cm, 2007
![]() Meditation, Acryl und Paraffin auf Tafel, 57,5 x 46 x 1,5 cm, 2006
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