AM ANFANG WAR DAS WORT AM.

Sprache in Wort und Bild

Ausstellungsansicht AM ANFANG WAR DAS WORT AM. Sprache in Wort und Bild, Galerie Renate Bender 2018

Carlo Battisti | Klaus Peter Dencker | Heinz Gappmayr | Angelika Huber | Ado Hamelryck | Lars Koepsel | Josef Linschinger | Timm Ulrichs

Künstlerkooperationen:
Tadaaki Kuwayama + Eugen Gomringer | Peter Weber + Klaus Peter Dencker

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Vernissage: Donnerstag, 8. Novenber 2018, 19 bis 21 Uhr
Matinee: Samstag, 10. November 2018, 12 bis 16 Uhr

Ausstellungsdauer vom 9. November bis 22. Dezember 2018
Duration of the show from November 9th to December 22nd, 2018

  

“Die konkrete oder visuelle Poesie vermag es, sich einzuschleichen in die Sprache und deren Strukturen aufzubrechen und Aneignungsformen zu präsentieren, die zeigen, dass wir die Herrscher der Sprache sind. Wir können die Sprache manipulieren, im positiven Sinne, wir können sie beherrschen und können mit ihr machen, was wir wollen. Wir können sie auseinandernehmen, wir können die Buchstaben umstellen und erkennen darin Anagramme - den geheimen Sinn. Ich habe z.B. aus Natur Unrat werden lassen, oder umgekehrt. Und wenn man solche Sachen erfindet oder findet, dann zeigt sich doch die Souveränität des Geistes mehr, als wenn man mühsam eine Geschichte erzählt.”

Timm Ulrichs in “Konkrete Poesie - Von Buchstaben, Lauten und Wörtern”.
SWR 2, 12.4.2012

“With Concrete or Visual Poetry we can steal into language, break up its structure and present appropriated forms that show we are the masters of language. We can manipulate language in a positive sense; we can master it and work with it as we wish. We can take it apart; we can change the order of the letters and recognize in it anagrams: hidden
meanings. By changing the order of the letters, I have, for example, turned the German word “Natur” (“nature”) into “Unrat” (“rubbish”) or vice verse. And when we invent or find such things, it illustrates the supremacy of the mind more so than when we painstakingly create a narrative.”

Timm Ulrichs in “Konkrete Poesie – Von Buchstaben, Lauten und Wörtern,” broadcast by SWR 2, April 12, 2012.

 

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Carlo Battisti, senza titolo, „La Biblioteca di Babele“ – 2016 [cubi]
Textblock auf Conqueror Papier, geschnitten und gefaltet / Text block on Conqueror Paper, cut and folded,
34 x 34 cm

Carlo Battisti

Carlo Battisti 1945 in Viareggio, Toskana, Italien geboren. Er lebt und arbeitet in Lido di Camaiore, Toskana, Italien.

Aus starkem literarischen Interesse heraus schuf Battisti 2006 bis 2008 den Werkzyklus La Biblioteca di Babele auf Basis eines Essays von Jorge Luis Borges, in dem er zu jedem Buchstaben des Alphabets eine Papierarbeit aus dem gesamten, zumeist in 4 Punkt Größe in Bleisatz gesetzten und handgedrucktem Textkörper anfertigte. Dabei wurde der gesamte Text der Borges’schen Parabel über die Unendlichkeit in italienischer Übersetzung abgedruckt und in Blocksatz als Quadrat gesetzt. Allein die Titelzeile und die Fußnoten wurden zugunsten einer geschlossenen Außenkontur weggelassen. Diesem Opus magnum fügte er gezielt einzelne ergänzende Neuinterpretationen hinzu, so auch die beiden in der Ausstellung gezeigten Werke, die bis dato den Abschluss der Reihe bilden.

Carlo Battisti was born in 1945 in Viareggio, Toscana, Italy. He lives and works in Lido di Camaiore, Tuscany, Italy.

Motivated by a strong literary interest, Carlo Battisti executed, from 2006 to 2008, the series “La Biblioteca di Babele.”  These works are based on an essay by Jorge Luis Borges, in which he created for every letter of the alphabet a work on paper using the entire hand-pressed body text, typeset in lead, primarily in 4 point font size. In an Italian translation, the complete text of Borges’ parable on infinity was printed, fully justified, in a square form. Only the title and the footnotes were excluded in order to achieve a justified outer contour. The artist has added a few new interpretations to this Opus magnum – including both the works, which mark to date the end of the series, shown in the exhibition.

 

 

Klaus Peter Dencker, „ICH WEISS / AUF SCHWARZ” – 1969/2014 Schwarze Tafel gerahmt, weiße Abreibebuchstaben / Blackboard framed, white letters, 59 x 71 cm

Klaus Peter Dencker, „ICH WEISS / AUF SCHWARZ” – 1969/2014
Schwarze Tafel gerahmt, weiße Abreibebuchstaben / Blackboard framed, white letters,
59 x 71 cm

 

Klaus Peter Dencker

Klaus Peter Dencker wurde 1941 in Lübeck geboren. Er lebt und arbeitet in Ahrensburg bei Hamburg.
 
Klaus Peter Dencker zählt den Begründern der Visuellen Poesie. Diese übersetzt Wörter in eine Bildsprache und verleiht damit den Zeichen und Wörtern eine neue Bedeutungsebene. Neben zahlreichen Veröffentlichungen u.a. im Reclam Verlag brachte er 2010 die umfassende Typologie über die Optische Poesie im de Gruyter Verlag heraus: „Optische
Poesie - Von den prähistorischen Schriftzeichen bis zu den digitalen Experimenten der Gegenwart”. Seine Arbeiten finden sich in zahlreichen Sammlungen im In- und Ausland. 2012 erhielt er für sein Wirken im Bereich der experimentellen Poesie das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Klaus Peter Dencker was born in 1941 in Lübeck, Germany. He lives and works in Ahrensburg near Hamburg,
Germany.

Klaus Peter Dencker is one of the founders of Visual Poetry, a genre in which words are translated into a pictorial language, thereby conferring a new semantic level on the signs and words. In addition to numerous publications with, among others, Reclam Verlag, he edited a comprehensive typology of Optical Poetry which appeared in de Gruyter Verlag. His works can be found in many collections in Germany and abroad. In 2012 he received the Medal of Merit of the Order of Merit of the Federal Republic of Germany for his work in the field of experimental poetry.

 

 

Heinz Gappmayr, „alles nur einmal” – 2006/12 Siebdruck auf Leinwand, auf Holz / Silkscreen print on canvas, on wood, 70 x 50 cm. Foto: Eduard Tauss

Heinz Gappmayr, „alles nur einmal” – 2006/12
Siebdruck auf Leinwand, auf Holz / Silkscreen print on canvas, on wood,
70 x 50 cm. Foto: Eduard Tauss

 

Heinz Gappmayr

Heinz Gappmayr wurde 1925 in Innsbruck, Österreich geboren, wo er 2010 verstarb.

Heinz Gappmayr entwickelte seit Ende der 1950er Jahre ein konzeptuelles Werk, bei dem es um die Poetisierung fundamentaler Bedingungen von Sprache geht. Bei seinem an sprachimmanenten Überlegungen ausgerichteten Konzept steht die komplexe Beziehung zwischen Wort, Begriff und Gegenstand im Mittelpunkt künstlerischer Auseinandersetzung. In seinen oft raumgreifenden Bildtexten spielt die Schönheit sprachlicher, sowie nicht sprachlicher Zeichen und auch die Spannung zwischen Begriff und Wort eine entscheidende Rolle, die auch die Aktivität des Betrachters konstitutiv für die Rezeption des Werkes voraussetzt.

Heinz Gappmayr was born in 1925 in Innsbruck, Austria, where he died in 2010.

Since the end of the 1950s Heinz Gappmayr has been developing a conceptual oeuvre which focuses on the poetization of fundamental aspects of language. In his concept, which is based on language-immanent considerations, the complex relationship between word, concept and object is at the center of his artistic endeavors. In his often spacious pictorial texts, the beauty of linguistic as well as
non-linguistic signs and the tension between word and concept play an essential role in his work, which for its reception also requires the activity of the viewer as a constitutive element.

 

 

Ado Hamelryck, „Drawing” - 1997 Ecoline-Gesso-Stift auf echtem Nepal-Papier / Ecoline-Gesso-Pen on real Nepal paper, 65 x 46 cm

Ado Hamelryck, „Drawing” - 1997
Ecoline-Gesso-Stift auf echtem Nepal-Papier / Ecoline-Gesso-Pen on real Nepal paper,
65 x 46 cm

 

Ado Hamelryck

Ado Hamelryck wurde 1941 in Halle, Belgien geboren. Er lebt und arbeitet in Genk, Belgien.

Seit 1975 verfolgt der belgische Künstler Ado Hamelryck seine viel Geduld erfordernde künstlerische Ausdrucksform immens große Blätter, Bücher oder auch Holzträger mit einer Art „Schrift“ zu füllen. Schwarzer Bleistift, ein Graphit-Stift oder Ostindische Tinte kommen bei seinem „Schreiben“ zum Einsatz. Bei ihm wird das „Schreiben“ reduziert zu einer elementaren, „primitiven“ Hand-, Arm- und Körperbewegung. Alles was verbleibt ist rein „gestisch“.

„Die konstante Wiederholung von „sinnlosem“ Schreiben auf immensen Oberflächen ist eigentlich die Transkription eines Pfades, eines Pfades von der Leere zur Leere. In diesem Prozess wird Bedeutung zu einem Nichts reduziert, zu der Dunkelheit, die alle Erfahrung und alles Wissen umgibt. Die Schwärze ist überall.“ Ado Hamelryck.

Ado Hamelryck was born in 1941 in Halle, Belgium. He lives and works in Genk, Belgium.

Ado Hamelryck is well-known for his patience-demanding work, which consists of filling immense sheets of paper, books or wooden media with “writing” in black pencil, graphite pen or East-India ink. Here “writing” is reduced to elementary, “primitive” hand, arm and body movements. All that remains is pure “gesturing”.

“The constant repetition of ‘senseless’ writing on immense surfaces is really the transcription of a path, a path from void to void. In this process all meaning is reduced to nothing, to the darkness surrounding all experience and knowledge. The blackness is all-over.” Ado Hamelryck

 

 

Angelika Huber, „Elsa” – 2017 Fallblätter, Folie, Transformator, Time-Relais, Bewegungsmelder, 8 Module à 4 x 6,5 x 17 cm / Split-flaps, foil, transformer, time relay, motion detector, 8 modules, each 4 x 6.5 x 17 cm

Angelika Huber, „Elsa” – 2017
Fallblätter, Folie, Transformator, Time-Relais, Bewegungsmelder,
8 Module à 4 x 6,5 x 17 cm / Split-flaps, foil, transformer, time relay, motion detector,
8 modules, each 4 x 6.5 x 17 cm

 

Angelika Huber

Angelika Huber wurde 1977 in Linz / Oberösterreich geboren. Sie lebt und arbeitet in Nürnberg.

Die von Angelika Huber verwendeten analogen Anzeigetafeln verschwinden mehr und mehr aus unseren öffentlichen Räumen. Jedoch werden wir täglich von Nachrichten und Informationen überflutet.
Ist es denn wichtig, die Wörter lesen und verstehen zu können?
Was, wenn die Information unverständlich bleibt? 

Vom Frankfurter Flughafen ausrangiert, setzt Angelika Huber die Anzeigetafeln zu einer Wandarbeit zusammen. Jedoch rasen die klappernden Blätter so schnell, dass ein Erkennen der Buchstaben zur Herausforderung wird.
Man braucht schon ein schnelles Auge, um die Wörter auf Anhieb lesen zu können. 

Angelika Huber was born in 1977 in Linz, Upper Austria. She lives and works in Nuremberg.

The analogue split-flap displays that Angelika Huber uses in this work are disappearing from public space. Nevertheless, we are flooded every day with news and information.
Is it important to be able to read and understand the words?
What if the information is incomprehensible? 

The artist has arranged the displays, which were scrapped by the Frankfurter Airport, into a wall installation. The flaps move so quickly, however, that it is a challenge to recognize the letters. A quick eye is required to understand the words.

 

 

Lars Koepsel, „Über die Freundschaft (nach Aristoteles)” – 2014 Handschrift, Tusche auf Büttenpapier / Handwriting, ink on hand-made paper, 2 Tafeln / 2 boards, 79 x 108 cm

Lars Koepsel, „Über die Freundschaft (nach Aristoteles)” – 2014
Handschrift, Tusche auf Büttenpapier / Handwriting, ink on hand-made paper,
2 Tafeln / 2 boards, 79 x 108 cm

 

Lars Koepsel

Lars Koepsel wurde 1964 in Bingen geboren. Er lebt und arbeitet in München

Wenn Lars Koepsel in seinen Arbeiten Bücher eigenhändig und vollständig abschreibt, erinnert dieses Unterfangen durchaus an die Kopistentätigkeit der Mönche in vorgutenbergscher Zeit. Wie die Mönche wählt er aus dem Fundus der Bücher und Reden jene aus, die von einem über den historischen Moment hinausweisenden Interesse sind. (…) Am Ende von Koepsels Schreibtätigkeit steht kein handgeschriebenes Buch, sondern ein singuläres Bild – ein Textbild, dessen Text als Resultat permanenter Überschreibungen unlesbar geworden ist und dessen Bedeutung hinter seiner Physis verschwindet und sich zuletzt als Textkörper entpuppt. Ein vergleichbares Text-Körper-Verständnis ist bereits für die konkrete Poesie konstitutiv. Der regelmäßige Akt des Abschreibens kann als eine Übung betrachtet werden, die sich dem gegenwärtigen Geschwindigkeits- und Verwertungsdiktat entzieht und „Körper und Geist“ in einer gewissen Zeitentrückung konzentriert.        
Aus “Bücher werden Bilder” Heinz Schütz über Lars Koepsel

 

Lars Koepsel was born in 1964 in Bingen, Germany. He lives and works in Munich, Germany.

In his artwork, Lars Koepsel copies entire books by hand, reminding us of the monastic scribes of pre-Gutenberg times. Like the monks, he selects, among the countless books and speeches, those that are of interest beyond the historical moment…. Koepsel’s finished copy is not a hand-written book but a unique image. Repeated overwriting has made the text illegible and its meaning disappears behind its physical appearance. A comparable text-body understanding is a constitutive element in Concrete Poetry. The regular act of copying a text can also be seen as practice, a process in which the contemporary dictates of speed and recycling are overcome, and the body and mind become concentrated in a timeless sphere.  
Quoted in “Bücher werden Bilder” by Heinz Schütz.

 

 

Josef Linschinger, „BILD TEXT“ – 2018, Inkjet Druck auf Bütten / Inkjet print on handmade paper, 42 x 59,5 cm

Josef Linschinger, „BILD TEXT“ – 2018,
Inkjet Druck auf Bütten / Inkjet print on handmade paper, 42 x 59,5 cm

 

Josef Linschinger

Josef Linschinger wurde 1945 in Gmunden, Österreich geboren. Er lebt und arbeitet in Traunkirchen, Österreich.

Seit Anfang der 1990er Jahre entstehen Linschingers Werke der visuellen / konzeptuellen Poesie. Ausgehend von einem Buchstaben oder einem Wort, werden oftmals vielteilige Bildzyklen daraus. Der „WORT WIRD BILD“-Zyklus besteht aus Wortpaaren wie sie in Aphorismen, Gedichten und Sprichwörtern etc. vorkommen. Die vier Buchstaben dieser Wörter werden über einem Raster ineinandergeschoben. Die japanische Übersetzung in Kanjis wird von der Hiragana- und der Katakana-Silbenschrift flankiert. Im Schriftfilm „BEGRIFFE“, in „BILD AUS TEXT“ (2003), wird die Strichstärke eines Wortes so weit verdickt, dass daraus eine unlesbare Fläche entsteht, aus der ein neuer Begriff hervortritt.

Josef Linschinger was born in 1945 in Gmunden, Austria. He lives and works in Traunkirchen, Austria.

In the 1990s, he began creating works of Visual/Concrete Poetry. Using a letter or a word as a starting point, the artist often develops four-part picture series. The cycle “WORT WIRD BILD” (“WORD BECOMES IMAGE”) comprises word pairs as they often appear in aphorisms, poems, and proverbs. In the work shown here the four letters of the German words are pushed together and placed over a grid. The Japanese translation in Kanji is flanked by the Hiragana and the Katakana syllabic scripts. In the lettrist film “BEGRIFFE” (“WORDS”) in “BILD AUS TEXT” (“IMAGE FROM TEXT”) (2003), the thickness of the font is increased to such an extent that an illegible surface emerges, out of which a new word appears.

 

 

Timm Ulrichs, „AM ANFANG WAR DAS WORT AM.“ – 1962 (Text) 1970 (Objekt) „Exegese“ des Johannes-Evangeliums 1,1, wortmaterialistisch interpretiert Eloxiertes Aluminium / Anodized aluminum, 50 x 50 x 1 cm Auflage 25 Ex. / Edition of 25, Edition Galerie Howeg, Hinwil/Zürich 1971 Foto: Roland Schmidt, Hannover

Timm Ulrichs, „AM ANFANG WAR DAS WORT AM.“ – 1962 (Text) 1970 (Objekt)
„Exegese“ des Johannes-Evangeliums 1,1, wortmaterialistisch interpretiert
Eloxiertes Aluminium / Anodized aluminum, 50 x 50 x 1 cm
Auflage 25 Ex. / Edition of 25, Edition Galerie Howeg, Hinwil/Zürich 1971
Foto: Roland Schmidt, Hannover

 

Timm Ulrichs

Timm Ulrichs wurde 1940 in Berlin geboren. Er lebt und arbeitet in Hannover, Münster und Berlin.

Der „Totalkünstler“ Timm Ulrichs lässt sich in der Vielfalt seines Gesamtwerkes weder von einer Thematik noch von Material oder Medium einschränken. Genreübergreifend sprengt er damit regelmäßig alle kunsthistorischen Kategorien. Für die Ausstellung wurden speziell jene Werke gewählt, in denen er sich humorvoll mit Poesie und der Schrift als Gestaltungselement auseinandersetzt. Einige Anagramme und Gedichte Timm Ulrichs, wie zum Beispiel „ordnung – unordnung“ sind mittlerweile fester Bestandteil in unseren Schulbüchern. Er startete seine Konkrete Poesie Anfang der 1960er Jahre mit der Arbeit “AM ANFANG WAR DAS WORT AM.”, welche auch titelgebend für die Ausstellung in der Galerie zu sehen ist.

Timm Ulrichs was born in 1940 in Berlin. He lives and works in Hannover, Münster and Berlin.

In his diverse oeuvre, the “total artist” Timm Ulrichs does not limit himself to one theme or one medium. Spanning all genres, he regularly breaks the bounds of art-historical categories. For this exhibition, special works were chosen in which he engages in a humorous manner with poetry and script as a forming element. Several poems and anagrams of his, for example ordnung – unordnung (order – disorder) have now become a core element in German school books. He began his Concrete Poetry in the early 1960s with his work AM ANFANG WAR DAS WORT AM. (IN THE BEGINNING WAS THE WORD IN.), which also provided the title and is shown in the exhibition in our gallery.

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Tadaaki Kuwayma und Eugen Gomringer - 1997 „lines“ - Unikat 12 Originalzeichnungen / original drawings von/by Tadaaki Kuwayama auf / on Japanese paper 12 Gedichte von Eugen Gomringer, gedruckt / printed, signiert / signed Format je / each 33,5 x 33,5 cm

Tadaaki Kuwayma + Eugen Gomringer - 1997
„lines“ - Unikat
12 Originalzeichnungen / original drawings von/by Tadaaki Kuwayama auf / on
Japanese paper
12 Gedichte von Eugen Gomringer, gedruckt / printed, signiert / signed
Format je / each 33,5 x 33,5 cm

 

Tadaaki Kuwayama + Eugen Gomringer

Künstlerkooperation Tadaaki Kuwayama und Eugen Gomringer

Das Werk „lines“ setzt sich zusammen aus 12 Originalzeichnungen auf handgeschöpfem Japanpapier von Tadaaki Kuwayama (*1932 in Nagoya, Japan) und 12 Gedichten des konkreten Poeten Eugen Gomringer (*1925 in Cachuela Esperanza, Bolivien), gedruckt in Siebdruck auf leicht getöntem Papier. Die Zeichnung Kuwayamas besteht aus zwei zusammenkaschierten Blättern. Das untere Blatt trägt die Bleistiftzeichnung, auf dem aufkaschierten Blatt wurden die Umrisse des Bleistiftquadrates mit flüssigem Bienenwachs ausgefüllt und so die hauchdünne Bleistiftzeichnung darunter wieder sichtbar gemacht. Die Serie von 12 Gedichten Eugen Gomringers wurde von ihm eigens für dieses Projekt geschaffen und einmalig gedruckt.

Cooperation between Tadaaki Kuwayama and Eugen Gomringer

The work “lines” comprises 12 original drawings on hand-made Japanese paper by Tadaaki Kuwayama (born 1932 in Nagoya, Japan) and 12 poems of the Concrete Poet Eugen Gomringer (born 1925 in Cachuela Esperanza, Bolivia) printed in silk screen on lightly toned paper. Kuwayama’s drawings are made of two laminated leaves. The lower leaf is the support for the pencil drawing. On the upper laminated leaf the outline of the penciled-in square is filled with liquid bee wax to render the wafer-thin pencil drawing beneath it visible. The series of 12 poems by Eugen Gomringer was created and printed only for this project.

 

 

Klaus Peter Dencker und Peter Weber, „Streifenprogression 4” – 2013 Aquarellbütten gefaltet, gerahmt, Teil einer 5-teiligen Serie, Auflage 2 Ex. / Hand-made watercolor paper folded, framed, part of a series of 5 pieces, Edition of 2, je / each 30 x 30 cm

Klaus Peter Dencker + Peter Weber, „Streifenprogression 4” – 2013
Aquarellbütten gefaltet, gerahmt, Teil einer 5-teiligen Serie, Auflage 2 Ex. /
Hand-made watercolor paper folded, framed,
part of a series of 5 pieces, Edition of 2, je / each 30 x 30 cm

 

Klaus Peter Dencker + Peter Weber

Künstlerkooperation Klaus Peter Dencker und Peter Weber

Mit Klaus Peter Dencker (*1941) entwickelte Peter Weber (*1944) aus der Sprache heraus eine mehrteilige Faltung. Vergleichbar mit einem Brief, den man auch faltet, lieferte Weber unterschiedliche Papierkonstellationen im Quadrat bzw. Rechteck, auf die Klaus Peter Dencker Wörter, Fragmente, Zeilen einfügte. Die „Streifenprogression“ mit Dencker betont die Verschachtelung von Form und Worten, die sich wie bei einem Kreuzworträtsel ineinander verbinden. Neben der Kunst verbindet die beiden auch die Liebe zum Jazz, die sie mit der Formation „Jazzbreeze“ in zwei Tourneen bis nach New Orleans brachte.

Cooperation between Klaus Peter Dencker and Peter Weber

With Klaus Peter Dencker (born 1941), Peter Weber (born 1944) developed a multi-part folding based on language. Comparable to a letter that is also folded, Weber presents a variety of paper constellations in the form of squares or rectangles on which Klaus Peter Dencker has added words, fragments or lines of words. The progression of the folded paper (“Streifenprogression”), created together with Dencker, emphasizes the interlacing of form and words that are connected to one another in a manner similar to a crossword puzzle. In addition to art, the two artists are also
bound by a common love for jazz which, together with the ensemble Jazzbreeze, took them in the course of two concert tours to New Orleans.

 

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