Curated by... Erhard Witzel

Curated by... Erhard Witzel

 

Künstler aus der Privatsammlung Erhard Witzel und aus dem Programm der Galerie Renate Bender

Thomas Emde / Camill Leberer / Jan Ulrich Schmidt / Uta Belina Waeger – Hellmut Bruch / Matt McClune / Robert Sagerman / Regine Schumann

 

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Ausstellungsdauer vom 13. November bis 19. Dezember 2020

Duration of the show from November 13th to December 19th, 2020

Curated by… ein neues Ausstellungsformat

Unser neues Ausstellungsformat „Curated by…“ startet mit unserem Gastkurator Erhard Witzel. Der erfolgreiche Galerist, erfahrene Kunsthändler, passionierte Sammler und ambitionierte Ausstellungsmacher betreibt seit 2009 mit dem QuadrArt in Dornbirn ein Forum für Ausstellungen, Projekte, Vorträge, Diskussionen etc. mit dem Ziel, den anspruchsvollen Dialog über zeitgenössische Kunst zu fördern und zu fordern.
In der Ausstellung in der Galerie Renate Bender werden Künstler aus der Privatsammlung Erhard Witzel und aus dem Programm der Galerie Renate Bender gezeigt.

Ob nun Sammler*in, Galerist*in, Künstler*in oder Ausstellungsmacher*in – in jeder Kunstsaison laden wir uns ab sofort einen interessanten Gastkurator oder eine Gastkuratorin ein zu einem neuen Blickwinkel auf unser Galerieprogramm. Seit über 30 Jahren zeigt die Galerie Renate Bender zeitgenössische Kunst mit der Ausrichtung auf reduzierte Formen der Malerei, Fotografie und Bildhauerei, schwerwiegend im Bereich minimaler, monochromer und konkreter Ausdrucksformen. Der Blick von außen auf unser Programm schafft Raum für neue Begegnungen und Konstellationen – über den Tellerrand hinweg und mit viel Lust am Experiment.

 

Curated by… a new exhibition format

Our new exhibition format “Curated by ...” starts with guest curator Erhard Witzel. The successful gallery owner, experienced art dealer, passionate collector and ambitious exhibition maker has been running the QuadrArt in Dornbirn since 2009, a forum for exhibitions, projects, lectures, discussions, etc. with the aim of promoting and encouraging a sophisticated dialogue about contemporary art.
The exhibition in the Renate Bender gallery shows artists from Erhard Witzel’s private collection and from the Renate Bender Gallery’s program.

Whether collector, gallery owner, artist or exhibition maker – in every art season we plan to invite in the future an interesting guest curator to take a new look at our gallery program. For over 30 years the Renate Bender Gallery has been showing contemporary art with a focus on reduced forms of painting, photography and sculpture, mainly in the field of minimal, monochrome and concrete forms of expression. The outside view of our program creates space for new encounters and constellations – outside the box and with a lot of joy in experimenting.

 

Thomas Emde, Ohne Titel (Detail) – 1996 Farbmaterial auf Acryl / Paint material on acrylic, 50 x 50 cm

Thomas Emde, Ohne Titel (Detail) – 1996
Farbmaterial auf Acryl / Paint material on acrylic, 50 x 50 cm

 

Thomas Emde

Thomas Emde wurde 1959 in Korbach, Hessen geboren. Er lebt und arbeitet in Frankfurt.

Farbe und Licht sind die zentralen Themen von Thomas Emde. Zunächst stand die Auseinandersetzung mit dem Material Farbe und ihre Wahrnehmung im Vordergrund. Bereits in den Werkgruppen der Farbobjekte und Farbraumkörper begann Thomas Emde Farbmaterial physikalisch so zu verändern, dass es neue Eigenschaften wie z. B. höhere Zähigkeit und Dichte gewann. So konnte er Farbe als autonom gestaltbaren Stoff einsetzen, der eigene Gebilde hervorbringt. Bei den Farbobjekten bildet ein plastischer Körper – etwa ein profiliertes Holz- oder Metallteil – die Basis des Werkes. Noppenartige Farbfelder besetzen die Hohlräume dieser Körper oder überziehen sie mit einem Pelz aus Farbmaterie.

Thomas Emde was born in 1959 in Korbach, Hesse, Germany. He lives and works in Frankfurt, Germany.

Color and light are the central themes of Thomas Emde. Initially, the material of paint and its perception was his major concern. Already in the body of works of color objects and color space bodies, Thomas Emde began to physically change color material in such a way that it gained new properties such as higher toughness and density. In this way, he was able to use paint as an autonomously designable fabric that produces its own formations. In the case of paint objects, a plastic body – such as a profiled wood or metal part – forms the basis of the work. Nub-like swatches occupy the cavities of these bodies or cover them with a fur of color matter.

 

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Camill Leberer, Pilgerherz – 1994 Stahl, Glas, Farbe / Steel, glass, paint, 35 x 16 x 19 cm

Camill Leberer, Pilgerherz – 1994
Stahl, Glas, Farbe / Steel, glass, paint, 35 x 16 x 19 cm

 

Camill Leberer

Camill Leberer wurde 1955 in Kenzingen bei Freiburg geboren. Er lebt und arbeitet in Stuttgart.

Das Arbeitsmaterial von Camill Leberer ist vornehmlich Glas und Stahl. Dieses Material nimmt Bezug auf moderne Baustoffe und damit auf heutige Architekturen, deren Ästhetik von solchen Werkstoffen lebt. Unter Einbeziehung von Licht und Farbe wird dann die kategoriale Trennung von Fläche und Raum aufgelöst. Seine Werkgruppen sind Metallbilder, die direkt an der Wand angebracht sind, und solche, die sich als plastische Objekte aus Metall und Glas von ihr entfernen bzw. als Installation frei im Raum stehen. Mit seinen Objekten bewegt sich Leberer auf einem die Grenzen der Gattungen Bildhauerei, Malerei sowie Architektur jeweils überschreitenden, ambivalenten Gebiet.


Camill Leberer was born in 1955 in Kenzingen near Freiburg, Germany. He lives and works in Stuttgart, Germany.

The working material of Camill Leberer is mainly glass and steel. This material refers to modern building materials and thus to today’s architectures, whose aesthetics live from such materials. With the inclusion of light and color, the categorical separation of surface and space is then dissolved. His work groups are metal paintings that are mounted directly on the wall, and those that remove themselves from it as sculptural objects made of metal and glass or stand freely in the room as an installation. With his objects, Leberer moves on an ambivalent field that transcends the boundaries of the genres of sculpture, painting and architecture.

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Jan Ulrich Schmidt, Henri Cross – Mann mit Handtuch in St. Tropez – 2019 Mischtechnik auf Leinwand / Mixed media on canvas, 147 x 114 cm  Jan Ulrich Schmidt, Henri Cross – Mann mit Handtuch in St. Tropez – 2019 Mischtechnik auf Leinwand / Mixed media on canvas, 147 x 114 cm

Jan Ulrich Schmidt, Henri Cross – Mann mit Handtuch in St. Tropez – 2019
Mischtechnik auf Leinwand / Mixed media on canvas, 147 x 114 cm

 

Jan-Ulrich Schmidt / JANUS

Jan-Ulrich Schmidt / JANUS wurde 1976 in Bad Homburg, Hessen geboren. Er lebt in Frankfurt am Main und Zürich.

Seit 2011 übersetzt er Bilder von Alten Meistern und Malern der Moderne in einen Farbstreifencode. Den Übersetzungen liegt die Analyse der Farben im Ausgangsbild zugrunde, aus dem er mit Hilfe eines speziell für ihn geschriebenen Computerprogramms die wichtigsten Farben herausfiltert. Die Farben werden von Hand nachgemischt und mittels einer selbst entwickelten Schütttechnik neu sortiert auf Leinwände gebracht, die in ihrer Größe den Vorlagen exakt entsprechen. Mittels gezielter, mehr oder weniger deutlicher Übersetzungsfehler pendeln die Bilder zwischen Reaktion und autonomem Werk hin und her. Schmidt widerspricht damit entschieden der Behauptung der Moderne, dass es eine abgekoppelte Neuschöpfung geben kann.

Jan-Ulrich Schmidt / JANUS was born in 1976 in Bad Homburg, Hesse, Germany. He lives in Frankfurt am Main, Germany and Zurich, Switzerland

Since 2011, he has been translating images of old masters and painters of modernism into a color stripcode. The translations are based on the analysis of the colors in the initial image, from which he filters out the most important colors with the help of a computer program specially written for him. The colors are remixed by hand and re-sorted on canvases using a self-developed bulk technology, which exactly correspond to the originals in their size. By means of targeted, more or less clear translation errors, the images oscillate back and forth between reaction and autonomous work. Through this Schmidt contradicts the assertion of modernity that there can be a decoupled re-action.

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Uta Belina Waeger, Prospektverspannung I + II – 2018 Holz, Metall, Seil, Papier, Leim, Lack / Wood, metal, rope, paper, glue, lacquer, jeweils / each 42 x 45 x 77 cm

Uta Belina Waeger, Prospektverspannung I + II – 2018
Holz, Metall, Seil, Papier, Leim, Lack / Wood, metal, rope, paper, glue, lacquer,
jeweils / each 42 x 45 x 77 cm

 

Uta Belina Waeger

Uta Belina Waeger wurde 1966 in Lustenau /Vorarlberg geboren. Sie lebt und arbeitet in München und Dornbirn, Vorarlberg.

Waeger beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Erweiterung ihres Kunstbegriffs. Zu ihrer bekannten Objekt- und Installationskunst gesellt sich eine neue; eine, die sich bewusst an der Schnittstelle zwischen Kunst und Design bewegt. Dabei bedient sie sich Vorgefundenem, z.B. gebrauchter Stühle mit „Ikonen“-Status. Es folgen Phasen des freien Assoziierens und Experimentierens, des Restaurierens, mitunter sogar des Optimierens, in jedem Fall aber formalästhetischen und inhaltlichen Rundumerneuerns. Die Endergebnisse sind Unikate, in aufwändiger Handarbeit gefertigt. Skulpturen, damit Anschauungsobjekte im weitesten Sinn.

Uta Belina Waeger was born in 1966 in Lustenau /Vorarlberg, Austria. She lives and works in Munich, Germany and Dornbirn, Vorarlberg, Austria.

Waeger has been working on the expansion of her concept of art for several years. In addition to her well-known object and installation art, there is a new one; one that consciously moves at the interface between art and design. In doing so, she works e. g. with used chairs with “icon” status. Then this is followed by phases of free association and experimentation, of restoration, sometimes even of optimization, but in any case a formal aesthetic and content-related all-round renewal. The final results are unique, elaborately handcrafted pieces. Sculptures and like this visual objects in the broadest sense.

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Hellmut Bruch, Double Progression on the Golden Line – 2012 Rotes fluoreszierendes Acrylglas / Red fluorescent acrylic glass, 33 x 110 x 0,3 cm

Hellmut Bruch, Double Progression on the Golden Line – 2012
Rotes fluoreszierendes Acrylglas / Red fluorescent acrylic glass, 33 x 110 x 0,3 cm

 

Hellmut Bruch

Hellmut Bruch wurde 1936 in Hall / Tirol geboren, wo er lebt und arbeitet.

Im Werk von Hellmut Bruch sind Licht und Proportion zentrale Themen. Seine in Acrylglas eingefrästen geometrischen Formen wie etwa Kreis, Quadrat oder Linien folgen in ihrer Anordnung und Proportion der Fibonacci-Folge. Das farbige fluoreszierende Acrylglas sammelt das Licht in der Fläche und gibt es an den eingravierten Schnittkanten mit leuchtender Intensität wieder. Hier bilden Material und Farbe eine Einheit. Bruchs intensive Arbeiten erzeugen einen außergewöhnlich sinnlichen Reiz und werden vom Betrachter zugleich als anregend und apollinisch empfunden.

Hellmut Bruch was born in 1936 in Hall / Tyrol, Austria, where he lives and works.

Light and proportion are central themes of Hellmut Bruch’s work. Milled into acrylic glass, his geometrical forms, such as circles, squares or lines, follow, in their arrangement and proportion, the Fibonacci sequences. The light collected on the surface area of the colored, fluorescent glass is reflected onto the cut edges of the engraving with an intense luminosity. Here material and color form a unity. Bruch’s intense work has a strong sensual appeal that the viewer experiences as both exciting and Apollonian.

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Matt McClune, Sa Creueta Nr.1 – 2018 Kremer-Pigmente, Polyurethan, Aluminium / Kremer pigments, polyurethane, aluminum, 65 x 167 cm

Matt McClune, Sa Creueta Nr.1 – 2018
Kremer-Pigmente, Polyurethan, Aluminium / Kremer pigments, polyurethane, aluminum, 65 x 167 cm

 

Matt McClune

Matt McClune wurde 1973 in Worcester, MA, USA geboren. Er lebt und arbeitet in St. Romain im Burgund, Frankreich.

In den letzten 15 Jahren hat Matt McClune auf seinen Reisen durch die USA und Europa visuelle Eindrücke der besuchten Gegenden gesammelt und diese dann in seine oft stillen, meditativen Gemälde „destilliert“, welche wie von Licht durchflutet erscheinen. Manchmal arbeitet er dabei im Grenzbereich der Monochromie, oft aber wird der Farbauftrag aus einem klarem Polyurethan-Gel, angemischt mit feinsten Pigmenten, auch lebhaft und gestisch. Für den Auftrag auf verschiedene Arten von Metallträgern verwendet er selbst gefertigte Spachteln unterschiedlicher Breiten. Idealerweise betrachtet man McClunes Bilder bei sich veränderndem, natürlichen Licht und erfährt dabei die Wandlung von Farbe und Bildstimmung, wenn das Tageslicht durch die Farbschichten dringt.

Matt McClune was born in 1973 in Worcester, MA, USA. He lives and works in St. Romain in Burgundy, France.

For the past 15 years Matt McClune has been taking visual clues from the environments of particular locations he was visiting in Europe and abroad and distilling them into his often quiet, meditative paintings, flooded with light. At times bordering on the monochrome, more often active and gestural, the many-layered washes of clear polyurethane gel, containing pure, finely-dispersed pigments, are applied to various metallic supports with specially-made spatulas of varying widths. Ideally seen in changing natural light, McClune’s paintings often shift in
mood and color, as the light of day penetrates into the layers.

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Robert Sagermann, 5,323 – 2019 Öl auf Leinwand / Oil on canvas, 63,5 x 66 cm

Robert Sagermann, 5,323 – 2019
Öl auf Leinwand / Oil on canvas, 63,5 x 66 cm

 

Robert Sagerman

Dr. Robert Sagerman wurde 1966 in Bayside, NJ, USA geboren. Er arbeitet in New Jersey, USA.

Sagerman verwirklicht mit seinen „Farbkörpern“ einen neuen Ansatz in der „monochromen“ Malerei. Erst bei genauerem Betrachten erkennt man die Farbtupfer aus purer, eigenständig angerührter Ölfarbe als eine Schichtung von tausenden von „marks“, die minutiös mit einem Spachtelmesser auf die Leinwand aufgetragen werden. Sagerman dokumentiert seine Arbeit vom ersten Schritt des Anmischens der Farben bis hin zum einzelnen Auftrag der Öltupfer. In seinen jüngsten Arbeiten erweitert er sein Farbspektrum bis hin zu subtilen Farbverläufen und / oder monochrom anmutenden Oberflächen aus Kompositionen einer Farbpalette.

Robert Sagerman Ph.D. was born in 1966 in Bayside, NJ, USA. He works in New Jersey, USA.

With his “color bodies” Sagerman has created a new approach in monochrome painting. It is only on closer inspection of his works that one sees that the colored dabs of pure oil paint, mixed by the artist himself, are actually a layering of thousands of “marks”, meticulously applied with a palette knife to the canvas. Sagerman documents his work from the very first step of mixing the colors to the application of the oil dabs. In his most recent works the artist allows the paint to gradually flow and he expands his color spectrum to subtle color gradients and / or monochrome surfaces from compositions of one color palette.

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Regine Schumann, colormirror türkis violet Amsterdam – 2018 Acrylglas fluoreszierend / Fluorescent acrylic glass, 140 x 80 x 10 cm

Regine Schumann, colormirror türkis violet Amsterdam – 2018
Acrylglas fluoreszierend / Fluorescent acrylic glass, 140 x 80 x 10 cm

 

Regine Schumann

Regine Schumann wurde 1961 in Goslar geboren. Sie lebt und arbeitet in Köln.

Regine Schumann arbeitet seit mehr als 20 Jahren mit fluoreszierenden Materialien. Die klaren Formen ihrer Werke, die sich unter Schwarzlicht zu stark leuchtenden Lichtkörpern wandeln, intensivieren die Strahlkraft der Farben. Sie verfolgt in ihrer künstlerischen Arbeit die chamäleonhafte Verwandlung von Raum unter dem Einfluss von Licht und Farbe. Sie greift dabei in architektonische Gegebenheiten ein, setzt der oftmals puren Nutzarchitektur eine auratische Kunst mit einer „Tages“- und einer „Nachtseite“ entgegen

Regine Schumann was born in 1961 in Goslar, Germany. She lives and works in Cologne, Germany.

Regine Schumann has worked for more then 20 years with fluorescent materials. The clear forms of her artwork, which under black light turn into radiantly shining luminous objects, intensify the brightness of the colors. The
artist pursues a chameleon-like transformation of space under the influence of light and color. In doing so, she interferes with given architectural structures, often opposing purely useful architecture to auratic art with day and
night “sides”.

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