wie weiss ist wissen die weisen

Gläschen

Vernissage: Donnerstag, 14. März 2019, 19 bis 21 Uhr
Einführungsrede: Dr. Tobias Hoffmann, Berlin

Vernissage: Thursday, March 14th, 2019, 7pm to 9pm
Speech: Dr. Tobias Hoffmann, Berlin

Matinée: Samstag, 16. März 2019, 12 bis 16 Uhr
Matinée: Saturday, March 16th, 2019, 12pm to 4pm
 
 
Bender Talk: Vortrag mit Dr. Georg Kremer am Samstag, 6. April um 14 Uhr

 

Ausstellungsdauer vom 15. März bis 11. Mai 2019
Duration of the show from March 15th to May 11th, 2019

 

WEISS

Mit der Ausstellung „wie weiss ist wissen die weisen“, Zitat eines Gedichtes von Eugen Gomringer, nehmen wir ein Ausstellungsthema wieder auf, welches schon im Jahr 1999 in unserer damaligen Galerie in der Hohenzollernstraße auf großes Interesse stieß. Das Thema „weiss“ wurde gerade in den letzten Jahren in vielen Museumsausstellungen aufgegriffen um aufzuzeigen, wie unterschiedlich Künstler*Innen an die Farbe Weiß mit ihren künstlerischen Mitteln herangehen. Dies hat uns veranlasst ein „reloaded“ nach 20 Jahren zu konzipieren mit 15 unterschiedlichsten Positionen.

WHITE

With the exhibition title “wie weiss ist wissen die weisen“ (“how white is only the wise know”), a poem by the Concrete poet Eugen Gomringer, we draw on a theme of a show, held in 1999 at our former gallery in Hohenzollernstrasse, which attracted considerable attention. Particularly in the last few years, “white” has been chosen as the subject of numerous museum exhibitions to demonstrate how artists approach the color white with their different artistic resources. This convinced us to “reload” the topic after 20 years with 15 different artistic positions.

 

Ausstellungsansicht / Exhibition view

Ausstellungsansicht / Exhibition view "wie wieso ist wissen die weisen", Galerie Renate Bender

 

Ausstellungsansicht / Exhibition view

Ausstellungsansicht / Exhibition view "wie wieso ist wissen die weisen", Galerie Renate Bender

 

Ausstellungsansicht / Exhibition view

Ausstellungsansicht / Exhibition view "wie wieso ist wissen die weisen", Galerie Renate Bender

 

Ausstellungsansicht / Exhibition view

Ausstellungsansicht / Exhibition view "wie wieso ist wissen die weisen", Galerie Renate Bender

 

Ausstellungsansicht / Exhibition view

Ausstellungsansicht / Exhibition view "wie wieso ist wissen die weisen", Galerie Renate Bender

 

Ausstellungsansicht / Exhibition view

Ausstellungsansicht / Exhibition view "wie wieso ist wissen die weisen", Galerie Renate Bender

 

 

Till Augustin, Kryptonit XV (work in progress) – 2019
Till Augustin, Kryptonit XV (work in progress) – 2019
Verbundglasblock gesägt, gemeißelt und gebrochen / Laminated glass, cut, chiseled and broken, 36 x 55 x 36 cm, ca. 170 kg

 

Till Augustin 

Till Augustin wurde 1951 nahe Starnberg in Bayern geboren. Er lebt und arbeitet in Nürnberg.

Till Augustin fertigt aus massiven Glasplatten Verbundglasblöcke in unterschiedlichsten Größe und Stärken. Diese komplexen Glasblöcke bearbeitet er nicht nur mit Hammer und Meißel, sondern auch mit Pressluftbohrern und Schleifgeräten. Er unterzieht sie einer so groben „Behauung“, dass Glasstücke entstehen – kantige manchmal sogar aggressiv anmutende Skulpturen – die er meist in Blickhöhe des Betrachters positioniert. Für die Arbeiten in der Ausstellung verwendet der Künstler ausschließlich Diamantglas, welches eine höhere Lichttransmission und geringere Färbung aufweist. Die Addition der extra klaren Scheiben und der Lichteinfall lassen das Diamantglas zart hellblau schimmern.

Till Augustin was born in 1951 near Starnberg / Bavaria, Germany. He lives and works in Nuremberg, Germany.

Till Augustin turns massive glass sheets into blocks of laminated glass of a great variety of volumes. The artist shapes these complex glass blocks, not only by means of hammer and chisel but by pneumatic drills and grinding devices. Due to this extremely rough forming process pieces of glass develop – edgy, sometimes almost aggressive sculptures – that are often placed in the height of the viewer‘s eyes. For this new piece Augustin used only diamond glass which has a higher light transmission and less color. The addition of those translucent sheets and the incidence of light makes the diamond glass shimmer in a gentle light blue.

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Inge Dick, Weiss, 22.6.2002, 19.56 - 21.11 Uhr – 2002
Inge Dick, Weiss, 22.6.2002, 19.56 - 21.11 Uhr – 2002
Polaroids, je / each 92 x 64,5 cm
Installation Landesgalerie Linz, 2008. Foto: Christian Schepe
 

Inge Dick

Inge Dick wurde 1941 in Wien geboren. Sie lebt und arbeitet in Innerschwand am Mondsee, Oberösterreich.

Mit ihren Fotoprojekten – zum Beispiel mit den großen Polaroidkameras – oder ihren innovativen Filmprojekten, gehört Inge Dick zu den ausgefallenen Positionen in der zeitgenössischen experimentellen Fotografie und Filmarbeit. Die Grundlage von Inge Dicks künstlerischem Werk ist die Malerei. Bereits seit 1975 entstehen Inge Dicks weiße Bilder, welche in ihren zunächst monochrom weiß erscheinenden und dabei einem präzisen System folgenden Farbfeldern andere Farben anklingen lassen. Dadurch angeregt erfolgte schon bald die Auseinandersetzung der Künstlerin mit der Technik des Polaroids um das Phänomen der Wandelbarkeit der Farbe des Lichts im Laufe eines Tages sichtbar werden zu lassen.

Inge Dick was born in 1941 in Vienna. She lives and works in Innerschwand am Mondsee, Austria.

With her photo projects – whether it is with large Polaroid cameras or with film projects – Inge Dick occupies a distinct place among contemporary photographers and artistic film makers. Inge Dick’s artistic work is based on a painterly approach. As early as 1975 her white paintings, which initially appear to be monochrome, followed a precise system of color fields that reveal faint traces of other colors. Stimulated by this investigation of color, the artist began to work with Polaroid cameras, a technique that allows to demonstrate the change of color of the light over the day.

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Helmut Dirnaichner, trasparente # 9637 – 1996

Helmut Dirnaichner, trasparente # 9637 – 1996
Bergkristall, Chrysopras, Zellulose / Mountain crystal, Chrysoprase, cellulose,
D 42 cm, im Rahmen / framed 55 x 55 cm
 

Helmut Dirnaichner

Helmut Dirnaichner wurde 1942 in Kolbermoor, Bayern geboren. Er lebt und arbeitet in München, Mailand, Italien und Apulien, Italien.

Helmut Dirnaichner zerstösst, zermahlt und zerreibt Erden, Steine und Mineralien, bis ein Granulat entsteht. Diese Mineralsubstanz wird ohne Bindemittel in Zellulose hineingeschöpft. Sie durchdringt den so entstandenen fragilen Bildkörper und verleiht ihm abwechslungsreiche Oberflächenstrukturen. Denn die Kürnchen werfen Schatten, reflektieren Licht, verleihen Tiefe. Verschiedene Farbtöne treten in Korrespondenz zueinander; feine Reliefs entstehen, die Geschichten erzählen von den verwendeten Materialien.

Helmut Dirnaichner was born in 1942 in Kolbermoor, Bavaria. He lives and works in Munich, Germany, Milan, Italy and Apulia, Italy.

Helmut Dirnaichner crushes, grinds and pulverizes earth, stones and minerals to form granules. This mineral substance is then scooped into cellulose without a binder. The granules permeate the resulting fragile object, rendering a richly varied surface structure. The particles throw shadows, reflect light and create depth. Various shades of color interact with one another, and fine reliefs appear that narrate the history of the materials used.

 

 

Alfonso Fratteggiani Bianchi, 025 p bianco CRO – 2018
Alfonso Fratteggiani Bianchi, 025 p bianco CRO – 2018
Asche auf Sandstein / Ashes on sandstone, 21 x 14 cm
Foto: Thomas Clocchiatti
 

Alfonso Fratteggiani Bianchi

Alfonso Fratteggiani Bianchi wurde 1952 in Pieve Caina, Italien geboren. Er lebt und arbeitet in der Provinz Perugia, Italien.

Alfonso Fratteggiani Bianchi reduziert sich in seinem malerischen Schaffen auf den puren Pigmentauftrag. Er reibt das reine Pigment per Hand ohne jegliche Bindemittel in einen Sandstein, den „Pietra Serena“ ein, bis ein Sättigungsgrad erreicht ist. Der „pudrige“ Charakter des reinen Pigments und die damit samtene Oberfläche lassen die Farben völlig ungetrübt erfahren. Mit dieser Vorgehensweise ist der Künstler absoluter Einzelgänger in der zeitgenössischen, monochromen Malerei. Für die neuen Arbeiten in der Ausstellung verwendet Fratteggiani erstmals weiße Asche von verbrannter Steineiche, die wie ein Pigment eingesetzt wird.

Alfonso Fratteggiani Bianchi was born in 1952 in Pieve Caina, Perugia, Italy. He lives and works in the province of Perugia.

In his paintings Alfonso Fratteggiani Bianchi limits himself to the pure application of pigments. He rubs the pigment by hand into sandstone, “pietra serena”, without using a binder until a certain degree of saturation is achieved. The “powdery” character of the pure pigment and the resulting velvety surface make the colours appear luminous. This is a unique approach that no other contemporary artist of monochromatic painting uses. For the new works in the exhibition Fratteggiani is using for the first time white ashes from burned evergreen oak, which is applied like a pigment.

 

 

Rosa M Hessling, RAUM LICHT I – 2010
Rosa M Hessling, RAUM LICHT I – 2010
Pigment und Lack auf Alucobond, 2 Ansichten /
Pigment and lacquer on alucobond, 2 views
60 x 60 cm
 

Rosa M Hessling

Rosa M Hessling wurde 1954 in Zell/Mosel geboren, wo sie lebt und arbeitet.

Seit geraumer Zeit beschäftigt sich Rosa M Hessling mit dem Phänomen der Wahrnehmung von Licht in Gestalt von Farbe. Durch den Einsatz spezieller Pigmente in Verbindung mit Lacken gelingt es ihr, farb- bzw. lichtintensive Gemälde zu generieren, die sich jedwedem Erfahrungswert verweigern. Die vielschichtige Präsenz dieser Gemälde, ihre ständige Veränderung, offenbart sich mit jedem Schritt des Schauenden davor, wie auch durch unterschiedliche Lichttemperaturen im Raum. Der Betrachter erfährt diese Metamorphosen der Bilder nur, wenn er sich auf die subtilen, schimmernden Oberflächen einlässt.

Rosa M Hessling was born in 1954 in Zell/Mosel, Germany, where she lives and works.

For some time now, Rosa M Hessling has focused on the phenomenon of light perception as color. By using special pigments in combination with lacquer, she succeeds in creating color- and light-intense surfaces that do not conform to our experiential values. The many-layered presence of these paintings – the constant change they undergo – is revealed with every step the viewer takes before them and as light temperatures in the environment vary. This metamorphosis can only be experienced by those who engage with the subtle, mostly metallic, shimmering surfaces.

 

 

Bim Koehler, E-130.192 – 2019
Bim Koehler, E-130.192 – 2019
Pigmente, Acryl, Mattfirnis, auf Kreidegrund, auf Aludibond / Pigments, acrylic,
matt varnish, on aludibond, 130 x 105 x 0,4 cm
 

Bim Koehler

Bim Koehler wurde 1949 in Kassel geboren. Er lebt und arbeitet in Spiesheim / Rheinland-Pfalz.

In seinem gesamten Oeuvre beschäftigt sich Bim Koehler mit dem Phänomen Farbe als reiner Ausdruckskraft. In seinem aktuellen Werk „E-130.192“, verwendet Koehler ausschließlich in einer Acrylemulsion gebundene Pigmente, die er in abwechselnden Farbvariationen lasierend und sehr wässrig übereinanderlegt. Die finale Farblagen, in diesem Fall weiß, verlegt er sukzessive nach oben. Wie bei einem sich öffnenden Vorhang bleiben hierbei die vorausgegangenen Malschichten, die ursprünglich den gesamten Bildraum erfassten, „sichtbar stehen“, ähnlich einer fragmentarischen Dokumentation.

Bim Koehler was born in 1949 in Kassel, Germany. He lives and works in Spiesheim / Rhineland-Palatinate, Germany.

In his entire oeuvre Bim Koehler has engaged with and investigated the phenomenon color as pure expression. In his present work “E-130.192”, Koehler uses exclusively pigments bound in an acrylic emulsion that is layered as a very wet glaze in alternating color variations. The final layer of color, in this case white, is applied successively towards the top of the picture. As if a curtain were opening, the underlying layers, which in the early stages of the painting process covered the entire surface, are partially visible, reminiscent of a fragmentary documentation of an artwork.

 

 

Maria Lalić, History Painting. White – 2017
Maria Lalić, History Painting. White – 2017
Öl auf Leinwand / Oil on canvas, 80 x 80 cm
 

Maria Lalić

Maria Lalić wurde 1952 in Sheffield, England geboren. Sie lebt und arbeitet in Bath, England.

In geradezu wissenschaftlicher Recherche erarbeitet sich die Künstlerin Werkzyklen über Jahre hinweg. In ihren „History Paintings“ erforscht sie den historisch-zeitlichen Hintergrund der Pigmente, also wann diese zum ersten Mal zum Einsatz kamen. Diese Ergebnisse verarbeitete sie dann in einem Werkzyklus von Gemälden, die jeweils ihrer Epoche entsprechend alle möglichen Farben auf einem Gemälde Schicht auf Schicht aufzeigen. Vor drei Jahren begann Lalić an einer zweiten Gruppe von – diesmal monochromen – „History Paintings” zu arbeiten. Alle acht Farbgruppen der original Winsor and Newton Farbtafel – Rot, Blau, Gelb, Grün, Violett, Schwarz, Weiß und Braun – werden in lasierenden Schichten von ölfarbe chronologisch aufgetragen.

Maria Lalić was born in 1952 in Sheffield, England. She lives and works in Bath, England.

The artist’s painting series involve years of meticulous research. In her “History Paintings” she delves into the historical and temporal background of pigments, i.e. when they were first used. The results of this research are then incorporated into her series, in which all the possible colors of a particular era are applied layer upon layer. Three years ago, Lalić started work on the second group of ‘History Paintings’. These new paintings are ‘Monochromes’. All eight color groups within the original Winsor andNewton paint chart – red, blue, yellow, green, purple, black, white and brown – are painted layer upon layer of oil glazes in a chronological sequence.

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Matt McClune, Untitled (Mica and Kremer White) – 2019
Matt McClune, Untitled (Mica and Kremer White) – 2019
Kremer Pigmente und Polyurethan auf Aluminium / Kremer pigments and
polyurethane on aluminum, 65 x 167 cm
 

Matt McClune

Matt McClune wurde 1973 in Worcester, MA, USA geboren. Er lebt und arbeitet in St. Romain im Burgund, Frankreich.

In den letzten 15 Jahren hat Matt McClune auf seinen Reisen durch die USA und Europa visuelle Eindrücke gesammelt und diese dann in seine oft stillen, meditativen Gemälde „destilliert“, welche wie von Licht durchflutet erscheinen. Manchmal arbeitet er dabei im Grenzbereich der Monochromie, oft aber wird der Farbauftrag aus einem klarem Polyurethan- Gel, angemischt mit feinsten Pigmenten, auch lebhaft und gestisch. Für den Auftrag auf verschiedene Arten von Metallträgern verwendet er selbst gefertigte Spachteln unterschiedlicher Breiten. Idealerweise betrachtet man diese Bilder bei wechselndem Tageslicht, wenn das Licht in die Schichten eindringt und Stimmung und Farbe sich ändern.

Matt McClune was born in 1973 in Worcester, MA, USA. He lives and works in St. Romain in Burgundy, France.

For the past 15 years Matt McClune has been taking visual clues from the environments of particular locations he was visiting in Europe and abroad and distilling them into his often quiet, meditative paintings, flooded with light. At times bordering on the monochrome, more often active and gestural, the many-layered washes of clear polyurethane gel, containing pure, finely-dispersed pigments, are applied to various metallic supports with specially-made spatulas of varying widths. Ideally seen in changing natural light, McClune’s paintings often shift in mood and color, as the light of day penetrates into the layers.

 

 

Harald Pompl, Futuristische Architektur – 2015
Harald Pompl, Futuristische Architektur – 2015
Silikon, Pigment / Silicone, pigment, 33 x 28 x 14 cm
 

Harald Pompl

Harald Pompl wurde 1952 in Nürnberg geboren. Er lebt und arbeitet bei Nürnberg.

In der Ausstellung werden Pompls Objekte aus Silikon vorgestellt. Das weiche Material ermöglicht Formgebungen von außergewöhnlicher Vielfalt und Transparenz. Durch das Einfärben mit Pigmenten kommt ein malerischer Aspekt hinzu, der die Räumlichkeit der Arbeiten auf besondere Weise hervorhebt. Neben den Silikon-Objekten werden auch Arbeiten der bekannten Werkreihe aus pigmentiertem Kunstharz gezeigt. Es sind farbig äußerst reduzierte Plastiken, die in dieser Form erstmalig zu sehen sein werden.

Harald Pompl was born in 1952 in Nuremberg, Germany. He lives and works near Nuremberg, Germany.

Pompl’s silicon objects are presented in this exhibition. The soft material enables the artist to create unusually diverse and transparent forms. By using pigments to provide color, a painterly aspect is introduced which highlights the three-dimensionality of the works. In addition to the silicon objects, other works of his well-known series of pigmented synthetic resin are included in the exhibition. The objects from this series are colorwise extremely reduced. They are shown for the first time in this show.

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Robert Sagerman, ‚5,323‘ – 2019
Robert Sagerman, ‚5,323‘ – 2019
Öl auf Leinwand / Oil on canvas, 66 x 63,5 cm
 

Robert Sagerman

Robert Sagerman wurde 1966 in Bayside, NJ, USA geboren. Er arbeitet in Shamong, NJ, USA.

Der amerikanische Maler verwirklicht mit seinen „Farbkörpern“ einen neuen Ansatz in der „monochromen“ Malerei. Erst bei genauerem Betrachten erkennt man die Farbtupfer aus purer, eigenständig angerührter Ölfarbe als eine Schichtung von tausenden von „marks“, die minutiös auf die Leinwand mit einem Spachtelmesser aufgetragen werden. So entsteht, Schichtung für Schichtung, ein mehr oder minder vielfarbiges Farbfeld auf der Oberfläche der Leinwand, das den Betrachter dazu einlädt, den Blick in dessen Tiefe zu versenken. Er dokumentiert seine Arbeit vom ersten Schritt des Anmischens der Farben bis hin zum einzelnen Auftrag der Öltupfer.

Robert Sagerman was born in 1966 in Bayside, NJ, USA. He works in Shamong, NJ, USA.

With his “color bodies” Sagerman has created a new approach in monochrome painting. It is only on closer inspection of his works that one sees that the colored dabs of pure oil paint, mixed by the artist himself, are actually a layering of thousands of “marks” – meticulously applied with a palette-knife to the canvas – that invite the viewer to lose himself in their depths. He documents his work from the very first step of mixing the colors to the application of the oil dabs.

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Regine Schumann, color glow after white munich – 2019
Regine Schumann, color glow after white munich – 2019
Fluoreszierendes Acrylglas / Fluorescent acrylic glass,
je / each 73 x 15 x 10 cm, 2-teilig / two parts

 

Regine Schumann

Regine Schumann wurde 1961 in Goslar geboren. Sie lebt und arbeitet in Köln.

Farbiges und fluoreszierenden Acrylglas spielt in Regine Schumanns Werk seit über 20 Jahren eine entscheidende Rolle. Für die aktuelle Ausstellung hat Schumann die 2-teilige Arbeit „color glow after white munich“ entworfen. Mit der unbunten Farbe Weiß zu arbeiten, war für sie eine spannende Herausforderung. Die scheinbare Einschränkung in der Farbwahl beinhaltet gerade bei Weiß ein besonderes Potential, mit changierender Leuchtkraft zu arbeiten: ein fluoreszierendes Weiß, das in der Dunkelheit nachleuchtet und in den Raum hinein glüht wird von satinierten weißen Seitenflächen und transparentem Blau an der Ober- und Unterkante gefasst; die durchsichtige, aber spiegelnde Frontplatte nimmt den Umraum verschwommen auf ins Weiß.

Regine Schumann was born in 1961 in Goslar. She lives and works in Cologne, Germany.

For over 20 years, colored and fluorescent acrylic glass has played a decisive role in the work of Regine Schumann. For this exhibition, the artist has created a 2-part piece entitled “color glow after white munich”. For her, working with achromatic white was an exciting challenge. The apparent reduction in the choice of colors provides, especially with white, the opportunity to investigate iridescent luminosity. The white fluorescence of this work glows in the dark and into the surroundings. The side panels are of a satinized white and transparent blue on the top and bottom edges. The transparent but reflecting front plate incorporates the room, a blurred image in the white light.

 

 

Lars Strandh, Ohne Titel (1713) – 2017
Lars Strandh, Ohne Titel (1713) – 2017
Acryl auf Leinwand / Acrylic on canvas, 50 x 50 cm
 

Lars Strandh

Lars Strandh wurde 1961 in Göteborg, Schweden, geboren. Er lebt und arbeitet in Oslo, Norwegen.

Die primär monochrom wirkenden Bilder von Lars Strandh reihen sich ein in die Tradition jener monochrom arbeitenden Künstler, die immer wieder die Thematik von Farbe und deren Präsenz / Erscheinung hinterfragen. Bei ihm ist es der Duktus des Pinselstrichs, der präzise, immer horizontal über die aufgespannte Leinwand gezogen wird, der die oft fast Ton-in- Ton gearbeiteten Linien vor den Augen des Betrachters zum Oszillieren bringt. Einfach wirken sie, diese Bilder, obwohl sie doch mit so großer Präzision gearbeitet sind. Monochrom erscheinen sie von Ferne, und dennoch setzen sie sich aus vielen fein gezogenen unterschiedlich farbigen Pinselstrichen zusammen.

Lars Strandh was born in 1961 in Gothenburg, Sweden. He lives and works in Oslo, Norway.

The primarily monochromatic paintings of Lars Strandh can be seen in the tradition of those monochromatic artists who investigate the nature of color and its presence / appearance. With Strandh it is his characteristic style of brush stroke – precise, always drawn horizontally over the mounted canvas – that generates before the eyes of the viewer the oscillation of lines that are often applied almost tone-in-tone. These works appear simple although they are painted with such great precision. They appear monochromatic from a distance and yet are comprised of many finely drawn, colored brush strokes.

 

 

Bill Thomson, Mogul – 2018
Bill Thomson, Mogul – 2018,
Urethan auf Polyurethanblock / Urethane on polyurethane block,
43 x 43 x 13 cm

 

Bill Thomson

Bill Thompson wurde 1957 in Ipswich, USA geboren. Er lebt und arbeitet in Jamaica Plain, MA in den USA.

Die Arbeit von Thompson, ursprünglich ein minimalistischer Maler, ist im Laufe des letzten Jahrzehnts in zunehmendem Maße dreidimensional geworden. Heute ist sie fest im Bereich des Skulpturalen verankert. Der Künstler sieht seine Arbeit als eine ständige Suche nach den elementarsten und plastischsten Formen, die als Vehikel für seine malerische Leidenschaft für Farbe dienen können. Während der Prozess, der zu diesen glänzenden und sinnlichen Objekten führt, komplex und zeitaufwändig ist, möchte Thompson, dass die Resultate so erscheinen, als seien sie mühelos und auf natürliche Weise geschaffen worden.

Bill Thompson was born in 1957 in Ipswich, MA, USA. He lives and works in Jamaica Plain, MA, USA.

Initially a minimalist painter, Thompson’s work has grown increasingly three-dimensional over the past decade. Today it is firmly grounded within the realm of sculpture. He sees his challenge as an ongoing search for the most elemental and evocative forms that can serve as vehicles for his painterly obsession with color. While the process that yields these glistening and sensual objects is complex and time-consuming, Thompson intends for the results to appear effortless and naturally created.

 

 

Peter Weber, 9 Quadrate (WVZ 2018/28) – 2018
Peter Weber, 9 Quadrate (WVZ 2018/28) – 2018
Edelstahl pulverbeschichtet, weiß, gefaltet, Auflage 3 Ex. /
Stainless steel powdercoated, white, folded, edition of 3,
ca. 145 x 130 cm
 

Peter Weber

Peter Weber wurde 1944 in Kollmar/Elbe geboren. Er lebt und arbeitet bei München.

Schon die frühen, aus starkem Karton oder Kunststoff (PE) gestalteten Objekte waren für Peter Weber Vorstudien für Metallskulpturen, von denen die ersten bereits in den späten 1990er Jahren realisiert wurden. Nach einer Reihe von Skulpturen aus V4A-Stahl entstanden ab 2014 auch Arbeiten aus Corten-Stahl, welche abhängig vom Betrachterstandpunkt starken Veränderungscharakter aufweisen. Mit einer speziellen Lasertechnik gefertigte Arbeiten aus jüngster Zeit lassen neue Möglichkeiten der Gestaltung zu. Das aktuelle Wandrelief „9 Quadrate” ist Teil dieser neuen Werkreihe.

Peter Weber was born in 1944 in Kollmar on the Elbe, Germany. He lives and works near Munich, Germany.

Already Peter Weber’s early objects made of cardboard or plastic (PE) served as studies for metal sculptures, of which the earliest were executed in the late 1990s. Following a series of sculptures using V4A stainless steel, Weber has been creating, since 2014, works of Corten steel which are characterized by their changing structural appearance, depending upon the viewer’s vantage point. Using a special laser technique, he has developed new possibilities for shaping his most recent work. The shown wall relief, “9 Quadrate (9 Squares)“ is one of this new group of works.

 

 

Ludwig Wilding, Stereoskopisches Bild PSR 8549 – 1982
Ludwig Wilding, Stereoskopisches Bild PSR 8549 – 1982
Siebdruck auf Plexiglas und Pappe, Relief, Spanplatte, Kunststoffrahmen /
Silkscreen print on acrylic glass and cardboard, relief, chipboard, plastic frame
85 x 85 x 7 cm
 

Ludwig Wilding

Ludwig Wilding wurde 1927 in Grünstadt (Pfalz) geboren und verstarb 2010 in Buchholz in der Nordheide.

„Irritative Kunst“ war der Begriff, den Ludwig Wilding für seine Erkundung der Grenzen visueller Wahrnehmung wählte. Er hinterfragt in seinen Arbeiten die Perzeptionsgewohnheiten des Betrachters und die Wechselbeziehung von Auge und Gehirn. Wichtig war für ihn auch die Interaktion des Kunstwerks mit dem Betrachter, denn nur durch dessen Position im Raum oder dessen Bewegungen verwandelt sich schlussendlich das meist flache Objekt zu einem dreidimensionalen Seherlebnis. Ludwig Wilding zählt zu den führenden Persönlichkeiten dieser Kunstrichtung, als deren Bezeichnung sich der Begriff „Op-Art“ international festgeschrieben hat.

Ludwig Wilding was born in Grünstadt (Palatinate) in 1927 and died in Buchholz in the Lüneburg Heath, Germany in 2010.

Ludwig Wilding liked to use the term “irritating art” for his work, because in his work he investigated the limits of visual perception. His works question the perceptual habits of the viewer and the interaction between the eye and brain. He was also interested in the interaction with the viewer: it is namely the viewer’s location or movement in space which transforms a flat object into a three-dimensional viewing experience. Ludwig Wilding is one of the leading personalities of this art form, which has established itself in the international art scene as “Op-Art”.

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