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Jus Juchtmans - "vis-à-vis"- Bill Thompson
Dauer der Ausstellung vom 10. Mai bis 23. Juni 2012
Duration of the show from 10 May to 23 June 2012
Jus Juchtmans, 20061003, 2006 Bill Thompson, "Curl", 2011
JUS JUCHTMANS
Jus Juchtmans wurde 1952 in Morstel geboren, er lebt und arbeitet in Antwerpen.
Jus Juchtmans Gemälde treten dem Betrachter als farbige Flächen
entgegen, die, vor allem dann, wenn sie aus größerer Distanz
wahrgenommen werden, wie Fenster wirken, die den Blick in einen anderen
Raum freigeben. Dieser Eindruck ergibt sich aus zwei eigentümlichen
Eigenschaften der Bilder: einerseits aufgrund ihrer hoch glänzenden
Oberflächen, die den Raum, in dem sich die Bilder befinden, wie in einer
Milchglasscheibe reflektieren, und andererseits ihrer differenzierten
farbigen Beschaffenheit, die zumindest Assoziationen an bestimmte
Formen, die wiederum auf Gegenständliches zu verweisen scheinen,
ermöglicht. Bei einer Betrachtung aus näherer Distanz verschiebt sich
dieser Eindruck in spezifischer Weise. Denn in dem Maße, wie das Gemälde
nun vor allem den es Betrachtenden reflektiert, erscheint dieses
reflektierte Bild gewissermaßen in den Bildraum hineingezogen und tritt
hier, vielfach gebrochen, als ein Motiv auf, wird also Teil des Bildes,
solange es betrachtet wird. Dabei erfährt der Betrachter sein
reflektiertes Bild als ein Phänomen, das gleichermaßen durch ihn selbst
wie durch die Malerei konstituiert ist: als ein virtuelles Bild in einem
farbigen Lichtraum, den das Gemälde zwischen seiner Oberfläche und dem
Bildgrund aufzuspannen scheint.
Prof. Dr. Michael Fehr
Jus Juchtmans was born in 1952 in Morstel, he lives and works in Antwerp.
Jus Juchtmans’ paintings approach the viewer as colour surfaces that –
especially when viewed from a greater distance – appear as windows
granting a view into another space. This is the result of two
characteristic qualities of the pictures: on the one hand their glossy
surfaces that reflect the spaces in which they are situated, as they
would in frosted glass. On the other hand, their differentiated colour
qualities that allow associations to specific shapes, which in turn seem
to refer to concrete objects. When taking a closer look, however, this
impression undergoes a specific change. Now the painting especially
seems to reflect the viewer. This reflection, in multiple facets,
becomes a motif of the picture – as long as it is looked at – and thus a
part of the painting. In the process, viewers experience their
reflected image as a phenomenon that is constructed both by themselves
and the painting: as a virtual image in a coloured space of light, which
the painting appears to have created between its surface and the
canvas.
Prof. Dr. Michael Fehr
20111227, Acryl auf Leinwand, 120 x 90 cm, 2011
20110907, Acryl auf Leinwand, 160 x 130 cm, 2011
20111201, Acryl auf Leinwand,120 x 90 cm, 2011
20111107, Acryl auf Leinwand, 120 x 90 cm, 2011
20111111, Acryl auf Leinwand, 120 x 90 cm, 2011
BILL THOMPSON
Bill Thompson wurde 1957 in Ipswich, Mass. geboren, er lebt und arbeitet in Boston, USA
Die Arbeit von Thompson, ursprünglich ein minimalistischer Maler, ist im
Laufe des letzten Jahrzehnts in zunehmendem Maße dreidimensional
geworden. Heute ist sie fest im Bereich des Skulpturalen verankert. Der
Künstler sieht seine Arbeit als eine ständige Suche nach den
elementarsten und plastischsten Formen, die als Vehikel für seine
malerische Leidenschaft für Farbe dienen können. Während der Prozess,
der zu diesen glänzenden und sinnlichen Objekten führt, komplex und
zeitaufwändig ist, möchte Thompson, dass die Resultate so erscheinen,
als seien sie mühelos und auf natürliche Weise geschaffen worden.
„Angezogen von der Einfachheit und der ihr innewohnenden Schönheit,
suche ich permanent nach noch präziseren Wegen, eine Form zu
artikulieren. Die Tatsache, dass ich eine Form „artikulieren“ möchte,
bedeutet, dass ein perfekter Kreis oder ein symmetrisches Oval nicht
ausreichen. Es muss ein bestimmendes und daher einzigartiges Merkmal
geben; dabei muss das Resultat subtil sein und keine Assoziationen
wecken (keine Anspielungen auf Körperformen z.B.). Meine Hand will
diesen Kreis malen, aber mein Kopf beschwört mich, den Kreis
auszuschmücken, ja ihm eine weitere Dimension zu geben. Die Lösung
scheint immer irgendwo zwischen diesen beiden Impulsen zu liegen.“
Bill Thompson, 2012
Bill Thompson was born in Ipswich, Mass in 1957. He lives and works in Boston.
Initially a minimalist painter, Thompson’s work has grown increasingly
three-dimensional over the past decade. Today it is firmly grounded
within the realm of sculpture. He sees his challenge as an ongoing
search for the most elemental and evocative forms that can serve as
vehicles for his painterly obsession with color. While the process that
yields these glistening and sensual objects is complex and
time-consuming, Thompson intends for the results to appear effortless
and naturally
created.
“Drawn to simplicity and its inherent beauty, I am constantly searching
for more concise ways in which to articulate a form. The fact that I
want to “articulate” a form means that a perfect circle or symmetrical
oval won’t do. There has to be a defining and therefore, unique feature;
but the result must embrace subtlety and be non-associative (no
allusions to body parts!). My hand wants to draw that circle, but my
mind implores me to embellish and expand – the solution always seems to
lie somewhere
between those two impulses.”
Bill Thompson, 2012
"Hunter", Acrylic urethane on polyurethanne block, 52 x 59 x 22 cm, 2012
"Lure", Acrylic urethane on polyurethanne block, 60 x 42 x 22 cm, 2012
"Kef", Acrylic urethane on polyurethanne block, 53 x 57 x 19 cm, 2012
"Striker", Acrylic urethane on polyurethanne block, 151 x 46 x 15 cm, 2011
"Mitt", Acrylic urethane on polyurethanne block, 60 x 51 x 23 cm, 2011
Studioansicht 2010
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag, 11.00 bis 18.00 Uhr
Samstag 11.00 bis 15.00 Uhr
sowie nach telefonischer Vereinbarung
Opening hours:
Tuesday to Friday, 11am - 6pm
Saturday 11am - 3pm
Aktuelle Messebeteiligungen:
Participations in artfairs:
art Miami, Dec. 5 - 9, 2012 - www.art-miami.com
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